Pixelnutzer verdienen bessere Motion Photos

Wissen Sie, wie man ein normales Foto am einfachsten in eine Erinnerung verwandelt? Nun, es ist ein einfacher Trick – bündeln Sie ihn einfach mit einem kurzen Videoclip des Anlasses. Dieses kleine bisschen Bewegung, sei es das Lachen vor dem Lächeln, der Wind im Hintergrund oder das Lachen Ihrer Lieblingsperson, verleiht dem Bild Leben. So können Sie sich an den Moment erinnern, anstatt ihn nur anzusehen.

Wir sind jetzt mehr als ein Jahrzehnt her, seit die Funktion zum ersten Mal auf Smartphones verfügbar war, und dennoch schafft es eine große Marke immer noch nicht, sie richtig hinzubekommen.

Eine kurze Geschichte des Bewegungs-/Livefotos

Wie so oft waren Android-Telefone die ersten, die dies taten, aber letztendlich machte Apple es sinnvoll und beliebt.
Die Idee entstand erstmals Anfang 2013 mit dem legendären HTC One. Ein hochwertiges Aluminiumgehäuse, eine mutige, neu konzipierte UltraPixel-Kamera mit größeren Pixeln und ja, die früheste Form von Live-Fotos. Nur HTC nannte sie Zoes, ein äußerst unglücklicher Name, der dem Durchschnittsbenutzer nichts sagte. Sogar ich selbst, eine Person, die das Telefon überprüft hat, konnte sich kaum an den Namen erinnern und ich habe gerade herausgefunden, dass Zoe nach dem griechischen Wort für „Leben“ benannt ist. Sprechen Sie über eine obskure Referenz.

Oh, und die Umsetzung war alles andere als großartig. Um dies nutzen zu können, musste man einen speziellen Kameramodus einschalten, und bei jedem Drücken des Auslösers wurden 20 Zoes in der Galerie angezeigt, ein Albtraum für das Speichern und Durchsuchen. Das Ganze wirkte originell, aber auch sehr unausgegoren.

Samsung hat es auch versucht

Als nächstes war Samsung an der Reihe, sich der Party anzuschließen. Damals hatte das Unternehmen den Ruf, seine Telefone mit allen erdenklichen Funktionen vollzustopfen, was oft chaotisch wirkte.
Zu all diesen neuen Funktionen, die in der Kamera des Galaxy Note 3 versteckt sind, gehörte Samsungs frühe Version dieser Idee namens Animated Photo.
Aber die Ausführung war einfach sehr Samsung-mäßig.

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Um es zu verwenden, müssten Sie es zunächst unter einer Vielzahl von Modi finden, dann einen kurzen Clip aufnehmen und dann manuell auswählen, welche Teile animiert oder eingefroren werden sollen. Es war jedes Mal ein kleines Bearbeitungsprojekt.

Zugegebenermaßen war die Idee von Samsung etwas anders. Sie würden nicht nur einen Live-Moment erhalten, sondern bestimmte Bereiche des Bildes zur Animation auswählen und den Rest eingefroren lassen. Denken Sie daran, Ihre eigenen GIFs in der Kamera zu erstellen.

Aber das war eigentlich das Problem. Es war einfach zu viel Arbeit für eine Funktion, die sich mühelos anfühlen sollte.

Apple führt Live-Fotos ein

Dann geschah die große Veränderung. Im Jahr 2015 brachte Apple „Live Photos“ mit dem iPhone 6s auf den Markt und zum ersten Mal passten alle Teile zusammen.
Wenn Sie diesen Modus aktivieren, erhalten Sie einen 1,5-sekündigen Clip vor und nach dem Bild. Auch in der Fotos-App funktionierte alles reibungslos und wurde auch in Hintergrundbilder und den Sperrbildschirm integriert. Außerdem haben Sie es mit haptischer Berührung aktiviert, einfach und brillant.
Das Beste daran war, dass die Funktion unsichtbar war und einfach funktionierte. Es war kein weiterer Modus, in den man vor dem Fotografieren wechseln musste. Du hast einfach ein normales Foto gemacht.
Auch die kleinen Details wurden richtig dargestellt, wie zum Beispiel das Auslösegeräusch, das genau in der Mitte des Clips ertönt. Live-Fotos fügten subtile Bewegungen statt einer ruckartigen Animation hinzu. Und natürlich ist alles mit Audio ausgestattet.
Live-Fotos blieben auch nicht in der Kamera stehen. Es wurde vollständig in das iOS-Ökosystem integriert. Sie können die Bewegung in der Fotos-App durchscrollen, sie als Live-Hintergrund festlegen und diese Live-Momente sogar in iCloud sichern und über AirDrop teilen.

Das große Problem heute

Zehn Jahre später hat Google das Konzept immer noch nicht richtig hinbekommen.
Ich vergleiche das Kameraerlebnis aller großen Flaggschiff-Telefone und das Pixel sticht schlecht heraus. Bewegte Fotos sehen aus wie eine Art psychedelisches Durcheinander mit allen möglichen Verzerrungen und einer seltsamen Animationsschleife, die geradezu gruselig wirken kann.
Vergleicht man dies mit all den schönen Erinnerungen in Live-Fotos auf iPhones, ist das ein Unterschied zwischen Tag und Nacht.
Und das ist in gewisser Weise überraschend, da Google für Computerfotografie mit Funktionen wie HDR+, Nachtsicht und Photo Unblur bekannt ist.

Seltsame Verformung und Dehnung

Das eklatanteste Problem ist die Animation selbst. Spielen Sie ein bewegtes Foto auf einem beliebigen aktuellen Pixel ab, und anstelle einer sanften kleinen Erinnerung erhalten Sie oft etwas, das… unheimlich aussieht.

Hier sind die häufigsten Probleme

  • Gesichtsdehnung

Die Köpfe und Gesichtszüge der Menschen sind verzerrt.

  • Hintergrund wackelt

Objekte verbiegen sich und Oberflächen verziehen sich auf seltsame Weise.

  • Plötzliches Flackern

Die Belichtung springt zwischen den Bildern und es kommt zu einem seltsamen Flimmern.

Dabei handelt es sich nicht nur um ein paar kleine Macken, sondern sie machen den emotionalen Zweck des Features völlig zunichte.

Leider unterstützt Ihr Browser keine eingebetteten Videos.

Google hat Jahre damit verbracht, die Computerfotografie voranzutreiben, ist jedoch bei einer der einfacheren Ergänzungen gescheitert, die Standbildern etwas Leben einhauchen.

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